ghost_machine

Trailer:

Kritik:

"Ghost Machine" ist ein britischer Direct-to-DVD Sci-Fi-Horror-Thriller, der bereits seit einiger Zeit in den USA und UK zu haben ist. Doch obwohl man dem Film sein geringes Budget jederzeit ansieht, ist der Film erstaunlich unterhaltsam und spannend geraten.
Die Story um die virtuelle Realität, und die Möglichkeit sich mittels eines Avatars in einen echten Ego-Shooter zu transportieren, ist spätestens seit "Gamer" nichts Neues mehr, genauso wenig wie die Idee eines Killers im System, der die Kontrolle übernimmt. Trotzdem gelingt es Regisseur Chris Hartwill aus diesen bereits bekannten Zutaten einen Film zu schaffen, der keine Sekunde Langeweile aufkommen lässt.
Die Location des verlassenen Gefängnisses ist leider zu steril und nicht besonders bedrohlich, erfüllt aber ihren Zweck, die Inszenierung ist vor allem in den Actionszenen temporeich und technisch solide, und es gibt sogar die ein oder andere nette Gore-Einlage, die jedoch allzu offensichtlich, und nicht besonders gut am Rechner entstanden ist.
Der überwiegend junge Cast, zu dem u.a. Rachael Taylor ("Transformers"), Luke Ford ("Die Mumie 3") und Sean Faris ("Never Back Down") gehören liefert eine sehr gute Leistung ab, und vor allem vom sympathischen Luke Ford möchte man in Zukunft mehr sehen, während Sean Faris als Arschloch so sehr überzeugt, dass man ihn nie wieder sehen möchte. Irgendwie kann ich mich mit dem jungen Herrn absolut nicht anfreunden.
Insgesamt ist "Ghost Machine" ein ambitionierter, wenn man die zusätzliche Guantánamo-Thematik bedenkt, vielleicht sogar etwas überambitionierter, aber trotzdem spannender Sc-Fi-Horror-Thriller, der sehr gut zu unterhalten weiß, jedoch vor allem im Finale an seinen billigen Effekten krankt, und auch durchaus etwas mehr Gore hätte vertragen können. Auf DVD auf jeden Fall einen Blick wert.

6/10